Häufige Fragen zum hydraulischen Abgleich
Was ist ein hydraulischer Abgleich?
Ein hydraulischer Abgleich sorgt dafür, dass jeder Heizkörper bzw. jeder Heizkreis der Fußbodenheizung den passenden Volumenstrom erhält. Dadurch werden alle Räume gleichmäßig warm, Strömungsgeräusche nehmen ab und die Anlage arbeitet effizienter – häufig mit geringerem Pumpenstrom und niedrigeren Heizkosten.
Für wen bieten Sie die Berechnung an?
Für private Eigentümer, Wohnungseigentümergemeinschaften, Hausverwaltungen, Energieberater, Planer und Heizungsfachbetriebe. Sie erhalten alle Unterlagen, die für die Umsetzung durch den Fachbetrieb und für eine förderkonforme Dokumentation nötig sind.
Welche Daten und Unterlagen brauchen Sie?
Idealerweise Grundrisse, Daten der Heizkörper bzw. der Fußbodenheizung (Typ, Abmessungen, Ventile oder Verteiler), Informationen zum Rohrnetz wie Kellerverteilung und Stränge sowie Angaben zu Baujahr, Sanierungsstand oder U-Werten.
Fehlende Informationen ermitteln wir im Rahmen einer strukturierten Bestandsaufnahme. Mehr dazu unter Leistungen.
Welche Unterlagen und Ergebnisse erhalte ich?
Einen Bericht mit raumweiser Heizlast nach DIN EN 12831, Heizflächenprüfung, Rohrnetz- bzw. Druckverlustbetrachtung (je nach Datenlage und Umfang), der Liste der Ventilvoreinstellungen, Plänen zur einfachen Umsetzung und dem VdZ-Formular zur Bestätigung des hydraulischen Abgleichs.
Brauchen Sie einen Termin vor Ort?
Nicht unbedingt. Liegen Grundrisse und Heizkörperdaten vor, rechnen wir auf Basis Ihrer Unterlagen. Fehlen Angaben, erheben wir sie strukturiert – mit digitalen Erhebungsbögen oder, wo nötig, bei einer Begehung.
Sind alle Thermostatventile geeignet?
Nein. Für einen sauberen Abgleich werden voreinstellbare Thermostatventile benötigt, an denen sich der Durchfluss bzw. kv-Wert begrenzen lässt. Mit alten, nicht voreinstellbaren Ventilen ist die Berechnung möglich; für die Umsetzung müssen sie in der Regel durch passende Modelle ersetzt werden.
Gilt das auch für Fußbodenheizungen?
Ja. Heizkreise der Fußbodenheizung werden wie Heizkörper berechnet; der Einstellwert gilt dann für den Durchflussregler am Heizkreisverteiler.
Was kostet die Berechnung?
Das hängt von Gebäudegröße, Anzahl der Heizflächen und vorhandenen Unterlagen ab. Ein Ein- oder Zweifamilienhaus beginnt bei 250 €, im Mehrfamilienhaus bei 11 € je Heizfläche, in Wohnanlagen über 20 Wohneinheiten bei 8 € je Heizfläche. Ihre Schätzung erhalten Sie im Kostenrechner. Alle Preise inkl. 19 % Umsatzsteuer.
Wer setzt den hydraulischen Abgleich um?
Üblicherweise ein Heizungsfachbetrieb: Ventile einstellen, gegebenenfalls Ventile tauschen, Pumpe parametrieren. Wir liefern die Einstellwerte und Unterlagen und unterstützen bei Ausschreibung, Vergabe und technischen Rückfragen.
Verfahren A oder Verfahren B – was brauche ich?
Verfahren A basiert auf vereinfachten Annahmen und entspricht nicht mehr dem Stand der Technik. Verfahren B beruht auf einer raumweisen Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 und leitet daraus Volumenströme und Ventileinstellungen ab. In Förder- und Nachweiskontexten und bei komplexeren Netzen ist Verfahren B der sichere Standard.
Ist der Abgleich Voraussetzung für eine Förderung durch BAFA oder KfW?
Bei vielen Fördermaßnahmen ja. Entscheidend ist eine nachvollziehbare Berechnung und Dokumentation, die üblicherweise mit dem VdZ-Formular bestätigt wird. Welche Anforderungen konkret gelten, hängt vom Programm und der Maßnahme ab, etwa Heizungstausch, Heizungsoptimierung oder Effizienzhaus.
Ist der hydraulische Abgleich Pflicht?
In bestimmten Fällen. Nach dem Gebäudeenergiegesetz (GEG, Fassung 2024) sind Heizungsanlagen in Gebäuden mit mindestens sechs Wohnungen oder sonstigen selbständigen Nutzungseinheiten nach dem Einbau eines neuen Wärmeerzeugers hydraulisch abzugleichen. Maßgeblich ist die Fassung, die zum Zeitpunkt der Maßnahme gilt; welche Pflichten für Ihr Gebäude bestehen, klären wir gern mit Ihnen.
Was ist im Mehrfamilienhaus anders?
Leitungslängen, Stränge und Druckverhältnisse sind deutlich komplexer als im Einfamilienhaus. Typische Themen sind Stranghydraulik, Differenzdruck, unterschiedliche Versorgungswege und die saubere Zuordnung der Heizflächen. Ohne Berechnung werden nahe Heizkörper oft überversorgt und entfernte unterversorgt. Mehr dazu auf der Seite für Verwaltungen.
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